Welt-Alzheimertag

Gemeinschaft leben – unter diesem Motto steht 2010 der Welt-Alzheimertag, der seit 1994 die Öffentlichkeit auf die Situation der an demenziellen Erkrankungen leidenden Menschen und deren Angehörige aufmerksam machen will.

Weltweit sind etwa 35 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl auf voraussichtlich 115 Millionen ansteigen, besonders dramatisch in China, Indien und Lateinamerika.

In Deutschland informieren in vielen Städten Alzheimer-Initiativen und -vereine an diesem Tag nicht nur über die Krankheit und deren Folgen, sondern zeigen den Angehörigen Möglichkeiten, mit dem veränderten Verhalten ihrer betroffenene Familienmitglieder umzugehen.

Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass Angehörige von demenzkranken Menschen sich nicht aus der Gesellschaft zurückziehen. Einerseits, weil sie befürchten, durch das oftmals vollkommen unpassende Verhalten des Demenzkranken unangenehm aufzufallen. Andererseits, weil sie so erschöpft sind von der Rund-um-die-Uhr-Betreuung, dass sie ihre eigenen Interessen und sozialen Kontakte immer mehr vernachlässigen. In Selbsthilfegruppen finden Angehörige Verständnis und seelische Unterstützung.


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