Bundesfreiwilligendienst: Ersatz für den Zivildienst

Als Maßnahme gegen den Wegfall des Zivildienstes stellte am 18.November Bundesfamilienministerin Kristina Schröder den Gesetzesentwurf zum Bundesfreiwilligendienst (BFD) vor. Die Aufhebung der Wehrpflicht im kommenden Jahr führt auch zum Wegfall des Zivildienstes, was für Sozialeinrichtungen problematisch ist. Der neue Bundesfreiwilligendienst soll mit 35.000 neuen Stellen diesen Mangel zumindest teilweise ausgleichen.

Kabinett beschließt Bundesfreiwilligendienst

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Auch Frauen und Senioren steht der Bundesfreiwilligendienst offen

Der BFD ist im Gegensatz zum Zivildienst nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen wählbar. Darüber hinaus gibt es keine Altersgrenze nach oben, und so haben auch Senioren die Möglichkeit, sich freiwillig zu engagieren.

Das Angebot ergänzt das Freiwillige Soziale Jahr (FsJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FöJ), die weiterhin bestehen bleiben. Der Dienst kann im sozialen und ökologischen Bereich, aber auch in weiteren Bereichen (z.B. Sport, Kultur, Integration), geleistet werden. Die Dauer beträgt in der Regel ein Jahr, wobei auch eine Verlängerung bis zwei Jahre möglich ist. Mindestens müssen jedoch sechs Monate geleistet werden. Der Freiwilligendienst wird grundsätzlich in Vollzeit erbracht, ist aber bei freiwilligen Helfern, die älter als 27 Jahre sind, auch in Teilzeit (20 Wochenstunden) möglich. Der Bund fördert den Bundesfreiwilligendienst mit 350 Millionen Euro jährlich.

Unklar ist jedoch auch noch, ob die Zeit der Freiwilligenarbeit auf das Studium angerechnet wird oder ob der BFD im Ausland abgeleistet werden kann. Dies soll aber bis zum Start am 01.Juli 2011 geklärt werden.

Weitere Informationen zu den Eckpunkten des Bundesfreiwilligendienstes, zur Aufwandsentschädigung und zur Bewerbung finden Sie auf der Internetseite des BFD.

2 Meinungen von Lesern zu diesem Artikel


  1. Ich finde den Freiwilligendienst eine echt super Sache. Bewerbe mich auch gerade um eine Stelle bei der Caritas :D

  2. Ich finde, man hätte den Bürgern mehr Informationen an die Hand geben sollen, anstatt einfach einen neuen Dienst zu starten und nach und nach zu informieren. Für mich musste es nun schnell gehen und ich habe außer dem hier, kaum etwas im Netz gefunden: http://www.bundes-freiwilligen-dienst.de/informationen.html
    Ich hoffe ich konnte jemandem damit helfen.


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