Pflegegipfel berät über Situation pflegender Angehöriger

Mehr Entlastung und Unterstützung für pflegende Angehörige: Dies war das Hauptanliegen des Pflegegipfels, zu dem Bundesgesundheitsminister Rösler am 14.02.2011 25  Spitzenvertreter aus der Pflegebranche geladen hatte. Dieses Treffen soll neben weiteren vorgesehenen Beratungsrunden der Vorbereitung der geplanten Pflegereform dienen.

Konkrete Vorschläge zur Unterstützung

Ein Vorschlag des Ministers war, den pflegenden Angehörigen Kuren anzubieten, ähnlich dem Vorbild der Mutter-Kind-Kuren.

Darüber hinaus forderten die Pflegeexperten eine stärkere Berücksichtigung der Pflegezeiten. Stefan Etgeton, Verbandsexperte der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht diese z.B. in einer Anrechnung der Pflegezeiten auf die Rente. Ein weiterer Vorschlag, vom Sozialverband VdK, ist die Einführung einer Pflegezeit mit Lohnersatzleistungen.  Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates hält vor allem ein besseres Unterstützungsangebot für notwendig, dass eine intensivere Beratung und Qualifizierung von Angehörigen beinhaltet. Die Gespräche sollen im März weitergeführt werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage sowie in der Mediathek der Tagesschau.

Das-Pflegeportal wird sich auch weiterhin intensiv mit den Ergebnissen und Fortschritten der geplanten Beratungsrunden befassen. Was halten Sie vom Vorschlag der Kuren für Angehörigen nach dem Muster der Mutter-Kind-Kuren? Realistisch? Eine gute Idee? Oder lieber ein höheres Pflegegeld für Angehörige?

2 Meinungen von Lesern zu diesem Artikel


  1. Ich finde, wir sollten dieses Thema nicht Grundsätzlich mit der negativen Brille betrachten. Das würde nur dazu führen, dass das Thema zerredet wird und sich nicht ändert. Jede Vorstellung hat auch seine positiven Aspekte, wenn jeder diese weitergibt, so erhalten wir konstruktive Ansätze. Was ich in diesem Artikel Zukunftsweisend finde ich eine Forderung von Herr Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates: „Nötig sind stärkere Beratung und Begleitung, strukturierte Schulungen und Qualifizierung von Angehörigen“ Ergänzen würde ich die Forderung, durch zugehende Beratung und Betreuung vor allem von Pflegepersonen demenziell Erkrankter in Sinne von Anwendung eines Case- und Care- Managements. Integrierte Versorgung…. Diese wäre sogar kurzfristig umsetzbar, müssten nur in den gängigen Finanzierungssystematiken der Kranken- und Pflegekassen dahingehend vorgesehen werden. – sprich die Berater möchten dafür auch Geld.(auch diese müssen irgendwo von leben) Es gibt genügend Pflegefachkräfte mit Zusatzqualifizierungen zu Berater, die z.B. auch Case- und Care- Management Funktionen wahrnehmen können. Diese Berater würden liebend gerne schon MORGEN mit der Arbeit beginnen…. Es gibt so viele Studien, die wissenschaftlich begleitet wurden, die Entlastungseffekte für Pflegende durch Integrierte Versorgung…. Ganz deutlich belegen, diese werden lediglich wegen fehlender Finanzierungssystematiken der Kranken- und Pflegekassen nicht bzw. längst nicht ausreichend angewandt. Dieses ist ein kleiner Schritt, wenn der WILLE dazu besteht, der vielen Pflegenden einen „Helfer“ zur Seite stellt….
    Michael Becker
    Sozialberater in der Altenhilfe Schwerpunkt Demenzerkrankungen

  2. [...] den bereits veröffentlichten Statements von Experten aus der Pflegebranche, hat Das-Pflegeportal eine weitere Vertreterin pflegender [...]


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