Altenheime sind zu teuer – die Altersarmut wächst

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu diesem Thema sorgen für Gesprächsstoff: Mehr als 400 000 Senioren können sich wegen der steigenden Altersarmut die Unterbringung in einem Altersheim hierzulande nicht mehr leisten – jedenfalls nicht, ohne finanzielle Hilfe vom Staat in Anspruch zu nehmen. Und diese Zahl wird größer werden, denn die Zahl der pflegebedürftigen Senioren steigt kontinuierlich. Für das Jahr 2020 rechnet man mit drei Millionen Betroffenen.


Suche nach Lösungsmöglichkeiten macht kreativ

Was bleibt den betroffenen Menschen, deren Rente nicht für die Heimunterbringung reicht? Von Seiten der Krankenkassen wird erwogen, Heime im Ausland einzubeziehen. Die Erfahrung mit dieser Variante im Reha-Bereich zeigt, dass Einsparungen möglich sind. Doch auf dem Gebiet der Altenpflegeheime steht die gültige Gesetzgebung im Weg. Viele Rentner nehmen ihr Glück bereits selbst in die Hand: Sie verlegen ihren Wohnsitz nach Thailand, Spanien oder Osteuropa, denn in diesen Ländern sind die Pflege- und Lebenshaltungskosten deutlich geringer als in Deutschland. Der soziale Aspekt könnte dann allerdings zum Problem werden, denn regelmäßige Kontakte mit Familie und Freunden wären ungleich teurer.


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