Sonderprogramm gegen den Pflegenotstand in den Krankenhäusern

Krankenkassen und Kliniken haben sich im April 2009 auf ein Förderprogramm zur Schaffung von 17.000 neuen Pflegestellen geeinigt. Jetzt hat der GKV-Spitzenverband dem Bundesgesundheits- ministerium den ersten Bericht zur Umsetzung des Pflegesonderprogramms vorgelegt.

Danach sind bereits im ersten Jahr in mehr als 1.000 Krankenhäusern die finanziellen Voraussetzungen für 5.480 Neueinstellungen bzw. die Aufstockung von Teilzeitstellen in der Krankenhauspflege geschaffen worden. Mehr als 50 Prozent aller deutschen Krankenhäuser haben bisher laut dem GKV-Spitzenverband von dem Pflegesonderprogramm profitiert. Der Verband ist zuversichtlich, dass die vom Gesetzgeber bis 2011 angestrebte Förderung von bis zu 17.000 zusätzlichen Stellen erreicht wird.

Der Verband der Pflegedirektoren der Unikliniken (VPU) begrüßt das Pflegesonderprogramm ausdrücklich, hat aber Zweifel an seiner Wirksamkeit: Nie zuvor waren so wenige Pflegefachkräfte für so viele Patienten verantwortlich. Es lägen außerdem Hinweise darauf vor, dass es bei der Umsetzung Schwierigkeiten gibt. Zum Teil werden offene Stellen nicht neu besetzt, zudem wird das Programm nicht von allen Häusern in Anspruch genommen und schließlich komme ein signifikantes Ausbildungs- und Nachwuchsproblem hinzu. „Denn die Krankenhäuser haben Schwierigkeiten, qualifizierten Nachwuchs zu finden, bedauert Irene Maier, Vorstandsvorsitzende des VPU.

Was sagen Sie dazu? Finden Sie auch, dass es nun höchste Zeit wird, ein Förderungsonderprogramm für den Nachwuchs aufzulegen oder wird schon genug getan, um Jugendliche für Pflegeberufe zu interessieren?

Eine Meinung von Lesern zu diesem Artikel


  1. Bin ich behindert?…

    Ich denke, ich sollte einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Zwar habe ich noch beide Hände, aber trotzdem fehlen mir mindestens zwei. Das ist in der Pflege eindeutig eine Behinderung, nur zwei……


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